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Die kanarischen Inseln

Die Kanaren haben eine

Gesamtfläche von 7.492,36 km²

und liegen 28° 32' 11" N, 15° 43' 17" W, etwa 150 km westlich des südlichen Marokko. Sie gehören geografisch zu Afrika, politisch aber zu Spanien und sind eine der 17 Autonomen Regionen des Landes.

Unter General Franco wurde die Inselgruppe in

2 Provinzen

aufgeteilt, die östliche Provinz Las Palmas, zu der die Inseln Gran Canaria, Fuerteventura und Lanzarote gehören; und in die westliche Provinz Santa Cruz, die die Inseln Teneriffa, La Palma, La Gomera und El Hierro einschließt.

Der

Verwaltungssitz der Kanaren

ist abwechselnd in Santa Cruz de Tenerife und in Las Palmas de Gran Canaria, , Regierungschef ist seit 2007 Paulino Rivero Baute von der Coalicion Canaria (CC).

Jede der 7 Inseln hat ihre eigene Verwaltung

, das sogenannte "cabildo insular". Die Inseln sind verwaltungstechnisch aufgeteilt in Gemeinden, die sogenannten "ayuntamientos"


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Derzeit leben knapp

über 2 Mio Menschen

auf den Kanaren, die

Amtssprache ist spanisch

, etwa 90 % der Bewohner sind römisch-katholisch. Den größten Teil der heutigen Bevölkerung bilden Spanier. Der Ausländeranteil auf den Kanaren liegt bei 12,3 Prozent (Stand: 2007), wobei zehn Gemeinden bereits bei über 30 Prozent liegen

Als spanisches Gebiet gehören die Kanaren heute vollständig zur Europäischen Union. Auf den Inseln gilt das Recht der Europäischen Gemeinschaft, wobei in einigen Bereichen vorteilhaftere Sondervorschriften gelten, die der großen Entfernung zum übrigen Territorium der EU Rechnung tragen und die Nachteile der Insellage ausgleichen sollen. Als Währung löste der Euro am 1. Januar 2002 die Peseta ab. Ebenso gehört die Inselgruppe zum europäischen Zollgebiet , wobei sie in einigen Bereichen von Sonderbedingungen profitieren und eine Reihe von Hilfsprogrammen und Subventionen erhalten.

Das kanarische Bruttosozialprodukt ist zu 78 Prozent vom Dienstleistungssektor abhängig. Hier macht sich hauptsächlich der Tourismus bemerkbar, denn die Kanaren werden jährlich von über zehn Millionen Touristen besucht. Im Jahr 2006 wurden 12,6 Milliarden Euro in der Tourismusbranche umgesetzt
Der Handel nimmt einen eher untergeordnete Rolle ein, ein Großteil der Produkte der Kanaren geht in die Europäische Union, erst in den letzten Jahren ist das Exportgeschäft nach Afrika und Asien angekurbelt worden. Hier agieren die Inseln immer mehr als Drehscheibe für den Warentransport zwischen Europa, Afrika und Amerika.
Der Beitrag der Landwirtschaft von 2 Prozent zum Bruttosozialprodukt wird vom Bananenanbau angeführt. Die Kanaren besitzen die größten Anbauplantagen Europas, dennoch sind die Ausfuhren rückläufig und beziehen sich fast ausschließlich auf Spanien (ca. 300.000 Tonnen im Jahre 2005). Die kanarische Banane ist zwar besonders süß und hochwertig, wegen ihrer geringen Größe aber auf vielen europäischen Märkten unerwünscht.

Im Vergleich mit dem Bruttoinlandsprodukt der EU, ausgedrückt in Kaufkraftstandards, erreichen die Kanarischen Inseln 2005 einen Index von 89 (EU-25:100).
Laut Nationalem Statistikamt INE beträgt das Brutto-Monatsgehalt eines Arbeitnehmers auf den Kanaren im Jahr 2006 durchschnittlich 1.300 Euro, und ist damit das zweitniedrigste spanienweit. Hinzu kommt, dass ein kanarischer Arbeitnehmer mit durchschnittlich 146,1 Monatsstunden die drittlängste Arbeitszeit des Landes hat. 2005 hatte die Autonome Region Kanarische Inseln den zweithöchsten Anstieg der Arbeitslosenquote Spaniens. Entgegen diesen Trends verzeichnen die Kanaren jedoch lt. Statistik mit etwa 4,9 Prozent den höchsten Konsumanstieg des Landes, was ausschließlich auf das hohe Bevölkerungswachstum von über 29 Prozent in den letzten fünf Jahren zurückzuführen ist.

Der Archipel hat in seiner autonomen Gemeinschaft

die meisten Nationalparks Spaniens

(vier von insgesamt zehn). Hinzu kommen verschiedene Naturschutzgebiete, die etwa 60% der gesamten Inselflächen ausmachen.

Auf den Kanaren befindet sich auch

der höchste Berg Spaniens: der Pico de Teide

. Der 3.718 m hohe Pico de Teide befindet sich auf Teneriffa ist ist gleichzeitig das Wahrzeichen der Insel.

Die Bevölkerung der Kanaren hat heute wenig mit den Ureinwohnern, den sogenannten Guanchen zu tun, sondern stammen hauptsächlich von den spanischen Eroberern ab. Das erkennt man auch an den typisch spanischen Familiennamen. Die Sprache der "canarios" hat allerdings leichte Abweichungen vom klassischen "castellano", in vielen Ausdrücken merkt man einen klaren südamerikanischen oder karibischen Einschlag. Der Grund dafür liegt in der engen Verbindung vieler Insulaner vor allem nach Venezuela und in andere Länder Mittel- und Südamerikas. Eine große illegale Auswanderungswelle, hauptsächlich in Richtung Venezuela, fand zwischen 1936 und 1945 statt, in der Zeit während und insbesondere nach dem Spanischen Bürgerkrieg. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurde die Emigration legalisiert, so dass in wenigen Jahren die enorme Anzahl von etwa 100.000 Menschen (von etwa 700.000) die Inseln in Richtung Venezuela verließen. Venezuela wird auf den Kanaren deshalb häufig als "Die achte Insel" bezeichnet. Viele dieser Auswanderer, oder ihre Kinder bzw. Enkel, sind mittlerweile zurückgekehrt, oder versuchen die Rückkehr. Durch diesen Austausch zwischen den Kanariern auf beiden Seiten des Atlantiks sind viele Elemente der südamerikanischen Kultur und des Sprachgebrauches auf den Inseln heimisch geworden.